Arica

Nach meinem Auszug in Santiago habe ich noch ein geruhsames Wochenende bei der Pato zugebracht. Gestern Abend hat sie mich dann zum Flughafen gebracht. Eigentlich sollte der Flug um 19:00 Uhr gehen. Wir saßen auch pünktlich im Flieger nur dann ging es zurück ans Gate, weil es technische Probleme gab. Diese Probleme konnten dann schlussendlich doch nicht gelöst werden, so dass wir dann in ein anderes Flugzeug umsteigen mussten. Mit gut 2 Stunden Verspätung ging es dann los Richtung Arica. Was auf meinem Ticket auch nicht stand war, dass es eine Zwischenlandung in Copiapó und Iquique geben wird. Somit hat sich das ganze dann noch mal weiter hingezogen. Um 2 Uhr morgens bin ich dann am Flughafen in Arica angekommen. Puhh. Mit dem Colectivo ging es dann zum Hostal und ich lag endlich um 2:30 Uhr im Bett. Ich hab den Flug in den Norden eigentlich gebucht, weil es selber und angenehmer sein soll. Gut, war es trotzdem, weil der Bus hier rauf mehr als 30 Stunden braucht.

Um 7:30 Uhr wurde ich dann von der Zeremonie im der Grundschule nebenan geweckt. Mit Lautsprecheransagen wurden die Schüler zuerst im Hof zur Aufstellen dirigiert, dann wurden der Direktor und die Lehrer begrüßt und dann wurde gemeinsam die Nationalhymne „Puro Chile“ gesungen. Das ist es zu Hause in den Schulen ganz anders, das hier hat irgendwie was. Dann beim Frühstück kam ich jemandem ins Gespräch, die auch eine Tour zum Lago Chungará machen möchte. Zuerst wollte ich ja einen Tag nach Peru, aber nachdem mir alle abgeraten haben, weil die Stadt hinter der Grenze absolut hässlich sein soll, hab ich mich entschlossen diesen Tag für ein erweitertes Altiplano einzusetzen. Sprich wir sind dann nach dem Frühstück los und haben die besten Touranbieter auch preislich verglichen. Ist alles kein Schnäppchen, aber ich denke es ist es wert. Morgen früh geht es dann nach Putre. Dort wird übernachtet. Am nächsten Tag geht es zum Lago Chungará auf 4700m Höhe. Nach einer weiteren Nacht geht es dann über den Salzsee Salar de Surire nach Colchane, wo wir noch mal übernachten. Dann geht es zurück nach Iquique. Ich bin sehr gespannt.

Nachdem Buchen dieser Tour bin ich noch auf den Aussichtshügel von Stadt El Morro“ geklettert. Es ist unglaublich. Die Stadt liegt wirklich in der Wüste. Es wächst effektiv nichts. Alles, was nicht bewässert wird, ist sandiger Staub.
Die Stadt hat eine unglaublichen südamerikanischen Flair. Alles ist bunt , wirkt chaotisch. Liegt wahrscheinlich auch an den vielen Peruanern und Bolivianern hier in der Stadt. Da Bolivien keinen Meerzugang hat, ist quasi Arica der Hafen für Bolivien.

Jetzt war ich hier noch am Strand und konnte nun nach fast zwei Monaten endlich mal im Pazifik baden. Das Wasser war super angenehm, aber die Strömung vor und nach den Wellen war wirklich sehr stark. Also wer da weit raus schwimmt, das könnte problematisch werden.
Danach bin ich noch auf den Markt hier gegangen, weil ich noch was für Abendessen gebraucht habe. Der Markt ist echt klasse. Man bekommt alles, wie in einem Supermarkt auch, nur dass es allen an verschiedenen Ständen gibt. Stände für Obst, für Waschmittel und Zubehör fürs Bad oder Haushaltszeug. Und hier werden am Markt doch glatt Mate de Coca und Kokablätter verkauft.

So wie es aussieht, werde ich bis Donnerstag Abend nicht erreichbar sein. Dort im Altiplano glaub ich werd ich froh sein, eine Steckdose zu haben , um den Foto zu laden. An Handyempfang oder Internet ist dort nicht zu denken.