Nationalpark Torres del Paine

Nachdem es am Vorabend wieder ein bisschen länger ging, ging es gestern morgens dann los zu den Torres del Paine. Um 7:30 Uhr wurde ich abgeholt. Zuerst ging es einen Stunde Richtung Norden. Danach endete die Teerstraße und es ging weiter auf Schotter. Am Horizont kamen die ersten verscheiten Gipfel zum Vorschein, ein Gaucho zog mit einer Herde Kühen vorbei. Jetzt zu sagen die Landschaft war nichts besonderes ist mit Sicherheit unrecht, aber man stumpft hier schon ein wenig ab. Ein bisschen erinnert mich die Landschaft an Irland. Nur ist die Weite hier eine ganz andere Dimension.
Wir kommen an einer ganzen Herde Guancos vorbei. Nach einer Kuppe tut sich dann zum ersten Mal das Torres del Paine Massiv auf. Direkt hinter einem blauen See. Und welches Glück mit dem Wetter schon wieder. Wir sehen sogar die Türme. Die zeigen sich die meiste Zeit im Jahr nicht und hüllen sich in dichte Wolken. Es sieht schon gewaltig aus, wie sich das Massiv so aus der Ebene erhebt.
Am Eingang des Parks muss man 18000 CLP Eintritt zahlen (ca. 25  €). Die nehmen es von den Lebendigen.. . Gut wenn man den Eintritt zahlt, dann kann ma da drinnen bleiben so lange, wie man will. Wenn man nur einen Tag Zeit hat, ist das natürlich schlecht.
Dann schau ma mal, ob sich der Preis lohnt. Nach wenigen Halten und ein paar Aussichten ist aber schnell klar, dass es das absolut wert ist. Die Berge sind so gewaltig, wie sich sich fast aus der Ebene bis zum 2800m hoch auftürmen. Dazu kommt noch die Rauhheit der Landschaft mit dazu. Da tut auch der Wind einiges dazu, der hier mit 120 km/h und mehr blästz. . Bei dem Wasserfall, haben wir auch einen Fotostop gemacht und man musste ca. 20 Minuten zu dem Wasserfall laufen. Bei Aussteigen hat der Führer gewarnt. Nicht den Weg verlassen, und nicht weiter als bis zum Aussichtspunkt gehen. Ich hab mir gedacht, was der für einen Zirkus macht, wegen dem bisschen Wind. Nach der erste Kuppe wurde ich eines besseren belehrt. Bei dem Fotos, hat mich der Wind in der Hocke direkt umgeblasen. Unglaublich. War ja aber kein Problem, man war ja weit genug weg. Da brauchte ich wohl man ein paar Kilo mehr auf den Rippen.

Danach ging es weiter zu einem Rastplatz mit kleinem Restaurant. Der Blick war wirklich Atemberaubend. Vorne die Bäume, dann der See und hinten wieder die Berge. Geblaubt zu haben, dass es nicht perfekter geht, führte ein kleiner Weg auf eine Anhöhe. Oben offnete sich der Blick noch weiter und ich musste direkt lachen und hörte mich sagen „das ist doch eine Unverschämtheit“. Die Natur hat wirklich alles gegeben. Unglaublich.

Als letzter Punkte stand nun der Lago Grey auf dem Programm. Schon als wir ankamen, sahen wir durch den Wald ein paar Eisberge. Man konnte dann direkt runter zu dem Stand gehen, wo die Eisberge von dem 16 Kilometer entferntern Glaciar Grey angerieben werden und dann hier schmelzen. Das waren diesmal nicht so kleine Bröckchen, wie am Vortag. Das waren Bröcken, die größer waren als machen Doppelhaus. Und dank des klaren Wassers konnte man sehen, dass dort wirklich der größere Teil unter Wasser liegt. Es ist unvorstellbar, wenn ein solcher Brocken vom Gletscher abbricht und ins Wasser stürzt.
Übrigens ist an diesem Strand das Baden verboten. Das Schild hat mich direkt amüsiert.

Auf dem Rückweg ging es noch an einer Höhle vorbei, jedoch konnte die bei der ganzen Natur von heute dann kaum mehr beeindrucken.

Abends gab es noch ein schönes Stück Fleisch vom Grill. Was ein gelungerner Tag

Viele im Hostal haben mir ja erzählt, dass sie Trekking im Park machen wollen. Das im Moment angesagteste ist das W. Eine 5-tägige Wanderung in W-Form. Bei den momenanen Witterungsverhältnissen scheint es dort nachts sogar. Zusammen mit dem Wind. Wenn man diese Wanderung macht, dann führt ebenso kaum ein Weg daran vorbei 1-2 Mal zu campen. Sonst kann man in Schutzhütten übernachten. Die sind jedoch schon um diese Jahreszeit voll belegt, so dass man zeitig vorher reservieren muss.
Ich muss sagen, die Leute, die das um diese Jahreszeit machen, verdienen meinen absoluten Respekt. Ich bin auch gar nicht traurig nur die Tagestour gemacht zu haben.