Zum Glaciar Perito Moreno in Argentinien

 

Am Abend vor der Fahrt zum Perito Moreno war ich noch essen. Es war wirklich so gut, wie es aussieht. Dann ging es auch schon zeitig ins Bett.
Am nächsten Morgen wurde ich um 6:45 Uhr abgeholt. In einem Minibus ging es dann los Richtung Argentininen. Die erste Strecke kannte ich schon. Es war die selbe, wie die zum Torres del Paine. Nur der Fahrer fuhr so einen heißen Reifen, dass mir vorne Angst und Bange wurde. Der Reifen wurde scheinbar zu heiß, so dass wir nach 15km einen Platten hatten. Also war die ganze hereingefahrene Zeit wieder weg und der Reifen wurde gewechselt. Nachdem dem Fahrer dann das Auto auch noch vom Wagenheber gerutscht ist (Handbremse immer anziehen) und von den 10 Schrauben auch noch eine fehlte, ging es weiter. Aber nicht langsamer. Ich hätte auch nach 5 km nochmals angehalten und kontrolliert. Meine Unsicherheit wurde nicht besser.Ab der chilenischen Grenzstation ging es dann weiter auf Schotter ein paar Kilometer zur argentischen Station. Die war wirklich winzig. Nur ein Häuschen und ein Schlagbaum. Kurz danach erreichten wir die Ruta 40, die uns nach Norden führte. Eine Abkürzung führte dann über einen 100 Km lange Schotterpiste nach Calafate. Die weite des Landes ist schon beeindruckend. Auf den 240 km Strecke, gab es 2 Grenzstationen, 3 Tankstellen und ca. 5 Bauernhöfe. Außer vielen Schafen sonst nichts.
In Calafate hatte wir ein wenig Zeit den Ort anzusehen. Der Ort hat mir irgendwie gar nicht gefallen. Es war nur eine Straße mit Touristenläden, die allerhand Mist verkaufen wollten. Dazu ein paar Häuser in einem neu definierten Jodlerstil. Ich weiß ned.
Aber bald ging es weiter Richtung Perito Moreno. Auf dem Weg kam noch ein Führer mit ins Auto, weil man den Park nur mit Führer besuchen darf. Den Sinn des Führers habe ich bis heute nicht verstanden, denn bis auf das, dass er anfangs 10 Minuten was gesagt hat, war der einfach auch nur mit im Auto.
Am Parkplatz angekommen, hat man gleich gemerkt, dass es hier was großes zu sehen gibt. In der Hochsaison geht es hier bestimmt zu wie an der Eiger Nordwand, und auch jetzt war schon viel los. Über Stufen könnte man dann zu dem Gletscher hintersteigen. Was soll ich sagen? Von den Dimensionen stellte das alles in den Schatten. Der Wind blies wieder unbarmherzig und es war auch ziemlich frisch, aber der Anblick war großartig. Ich habe viel zu viele Fotos gemacht.
Nach einem Roundweg entlang des Gletschers fuhren wir dann zur Anlegestelle von wo es mit einem Boot vom Wasser aus an den Gletscher heran ging. Da man nun auf der Wasserlinie ist, kommen einem die Eismassen noch viel größer vor. Man hört auch ab und zu das Eis knacken. Abgebrochen ist leider nichts. Nur vom dem Aussichtpunkt am Anfang gang weit weg ist was abgebrochen, aber da war ich dann auch mit der Kamera viel zu langsam.

Danach mussten wir auch schon wieder die Rückreise antreten. Es sind ja doch fast 4 Stunden fahrt gewesen. Es gab nur noch einen kleinen Zwischenstop in Calafate. Auf der besagten Schotterpiste ist es dann erneut passiert. Promt gab noch ein Reifen auf. In dieser Einsamkeit einen Panne zu haben, ist wirklich ungünstig. Glücklicherweise waren 2 Ersatzreifen mit dabei. Sonst wäre die Fahrt jetzt zu Ende gewesen. Zudem kamen in der halben Stunde doch auch ein Auto und ein Bus vorbei, die Hilfe anboten und uns sicher mitgenommen hätten. Nachdem Reifenwechsel (auch hier nur 9 von 10 Schrauben) wurde wieder weitergefahren, wie zu vor. Nun ohne weiteren Ersatzreifen, wäre ich etwas vorsichtiger gefahren.
Schlußendlich war ich um kurz nach halb 10 dann wieder im Hostal. Die versprochene Kerze, die ich anzünden will, steht noch aus. Viel passierte da nicht mehr.
Heute ich ausgeschlafen und nun schon zusammen gepackt. In 5 Stunden geht der Flieger nach Puerto Montt. Vorher gehe ich nun was Mittagessen.

Damit endet meine Zeit hier in Patagonien. Es war absolut beeindruckend und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Trotzdem freue ich mich nun auf Puerto Montt und das nörlichere Chile. Zum einen weil es doch mehr Zivilisation gibt, zum anderen weil ich genug von der Kälte und dem Wind habe.