Ankunft in Pucón

Heute ging es dann mit dem Bus nach Pucón. Der Bus war zwar ganz normal und groß und auch bequem, aber er hielt wirklich an jeder Ackerfurche. So habe ich für die 160km über 3 Stunden gebraucht. Aber was soll es.

Nach der Ankunft bin ich dann gleich zur Unterkunft gegangen. Allerdings nicht auf dem kürzesten Weg, da der Plan in meinem Reiseführer nicht ganz klar war.
Die Unterkunft ist ein Traum. An der Schwelle verlässt man Chile und betritt die Schweiz. Die Besitzerin ist ausgewanderte Schweizerin und dementsprechend perfekt ist es. Alles passt hier, auch die Kleinigkeiten. Nachtischlampe mit LED-Lichtern, Regenwalddusche im Bad, Möbel vom Schreiner und zum Frühstück gibt es angeblich selbstgemachtes Müsli. Hier werde ich mich auf jeden Fall bis zum Montag sehr wohl fühlen, so wie es aussieht.
Zum Glück machen die hier morgen gleich einen Ausflug zum Nationalpark des Vulkans Llaima. Da ist natürlich eine super Gelegenheit und so habe ich mich da gleich angeschlossen.
Pucón ist auch ein wirklich schöner Ort mit zwei Stränden am See Villarica. Die Häuser sind so eine Mischung aus Schweiz und Kitzbühl, ein bisschen Chile und Lignano schwingt aber auch noch mit. Wirklich ein Ort zum Wohlfühlen, auch wenn die Mischung doch ein wenig seltsam ist.  Über allem thront der Vulkam Villarica mit seinem schneebedecktem Kegel und stößt hier und da mal ein Rauchwölkchen aus. Auf jeden Fall gibt es viele Restraurants und ich bin auch endlich in den Genuß meines Manjar-Eises gekommen.

Jeder Gute Tag hat auch Schattenseiten. In meinen Urlauben in Südamerika scheint sich alles zu wiederholen. Das mit der Kamera und nun hat es das Tablet erwischt. Bei der Kruscherei im Bus muss mit das aus dem Rücksack gefallen sein. Geklaut hat man es mir diesmal sicher nicht, wie vor 2 Jahren das Telefon. Rund um mich rum saß kein Mensch. Als ich das ganze im Hostal dann bemerkt habe, bin ich sofort zurück zur Busstation gelaufen. Der Bus war schon weg. Auch ein Nachfragen nach 1 und nach 2 Stunden bei den nächsten Haltestationen hat nichts gebracht. So ein Mist. Lerneffekt bei mir scheinbar 0. Das Tabelet kann ich mir abschreiben. Nur gut, dass ich es vor meiner Abreise noch verschlüsselt habe. Gleich danach habe ich dann erst alle Passwörter ändern müssen und das Tablet remote gewiped. . Peters Ersatzdenken hat mich gerettet, so dass ich zumindest nun noch mein Netbook habe. Ärgerlich, aber alles Ärgern bringt mich nun auch nicht weiter. Jetzt hab ich kaum mehr was, was ich noch nicht verloren habe, bzw, was noch nicht kaputt ist.