Stollen in Concepción

Gestern war dann Busfahren angesagt. Nach dem Frühstück brachte mich die Vermieterin zum Busbahnhof. Service für die Gäste die länger geblieben sind.
Der Bus fuhr auch pünktlich los, eigentlich zu früh. Die Lösung war, dass ich einen zu frühen Bus genommen hatte. Somit war dann auch mein Platz im nächsten Ort an eine andere Person vergeben. Gut ich musste mich dann 2 Mal umsetzten und hab mir gedacht, solange keiner was sagt, fahre ich jetzt einfach weiter. Hat auch geklappt und so bin ich am Busbahnhof in Temuco angekommen. Hier musste ich umsteigen. Das war soweit klar. Was mir aber keiner gesagt hat, dass es in Temuco 3 Busbahnhöfe gibt und mein Anschlußbus von einem anderen Busbahnhof geht. Nichtsahnend saß ich wartend mit meinem Ticket in der Hand da. 5 Minuten vor Abfahrt habe ich mich schon gewundert, dass der Bus noch nicht da. Zufällig sieht jemand das Ticket mit der Busgesellschaft und fragt, ob ich schon wisse, dass die Busgesellschaft von einem anderen Terminal führe. Wie, was anderes Termial? Mir bleiben 5 Minuten. Der Mann zeigt noch schnell auf die Taxis vor dem Busbahnhof, ich laufe los, steige ins Taxi. Es ist nur 4 Blöcke weit. Als ich am anderen Busbahnhof ankomme, ist der Bus schon da. Aber ich habe ihn geschafft. Der Rest der Fahrt nach Concepción war dann aber wieder wie geplant. Mit einer Stunde Verspätung bin ich angekommen und wurde dann  auch an etwas Wartezeit von de Mutter von der Pato abgeholt . Hatte sie das letzte mal 2010 gesehen.
Hier sind wir dann zuerst durch die Innenstadt was schnelles essen in die Fuente Alemana gefahren. Die machen Sandwiches, aber nicht so wie bei uns, sondern aufwändiger und auch besser und vorallem warm.
Danach ging über einen Supermarkt ins das Elternhaus von der Pato . Die Leute da, habe ich auch das letzte mal nach dem Erdbeben 2010 in Santiago gesehen. Lange her. Für morgen sind wir dann zum Abendessen eingeladen.
Schlußendlich dann mit der Mutter von der Pato nach Hause. Das Apartement ist sehr nobel und man hat einen super Blick über den Rio Bio-Bio. Auch wenn ich den Tag außer Reisen nicht viel gemacht habe, bin ich doch recht müde und so wird es nicht spät.

Heute konnte ich endlich mal ausschlafen. So richtig, wie schon seit 2 Wochen nicht mehr. Bis 10 Uhr. Danach frühstücken auf dem Balkon.
Nun kommt der Stollen ins Spiel. Gestern als wir im Supermarkt Jumbo waren, hatte die da Weihnachtsangebote und so wurde ein Christstollen deutscher Art gekauft. Ich war da ganz außen vor. Unglaublich, was es gibt. Heute zum Frühstück gab es ihn dann. Was soll ich sagen, er schmeckt genau wie daheim. Nur er passt überhaupt nicht zu 24° und blauem Himmel. Naja, damit wäre dann auch für mich die Weihnachts- und Plätzchensaison eröffnet.

Danach wurde ich von einer weiteren Bekannten mit ins Zentrum gekommen. Trotz automatisch ein interessanter Fahrstil 🙂 .
In einem meiner Reiseführer wurde Concepción gar nicht erwähnt, in dem anderen mit so ca. 10 Zeilen. Das Zentrum gibt nun für Touristen wirklich nicht viel her. Andererseits ist es aber auch nicht häßlich. Eben ein neuer Stilmix mit einer eigenlich angenehmen Atmosphere. Gut also Tourist versäumt man auch nix, wenn man die Stadt nicht gesehen hat.
Nach meinem Rundgang habe ich dann den richtigen Bus wieder gesucht. War gar nicht so einfach. Schlussendlich saß ich dann doch in dem richtigen. Nur musste ich von der letzten Haltestelle die letzten 500 Meter an der Straße laufen. Also mehr oder weniger hinter der Leitplanke, was fast einer Müllkippe gleich kam Echt schlimm.
Na  ja, zumindest konnte ich so den Rest des Nachmittags entspannen . Tat auch einem Knie gut, das ich wieder stärker merkte. Wird aber alles besser.

Nach 3 Stunden Nichts-Tun (sehr entspannend) ging es dann mit der Schwester von der Pato zum Essen in einen Uruguayisches Lokal. Bei Uruguay wusste ich schon, wo der Schwerpunkt lag. Auf Fleisch. Und das war excellent.Wohl das Beste, was ich hier in den Wochen gegessen hatte. Zudem war es echt super nett. Auch sprachlich klappte es super („klopf auf die Schulter“).

War also doch eine gute Entscheidung die Einladung nach Concepción anzunehmen. Morgen geht es dann um 10:15 Uhr weiter nach Santiago. Morgen Abend um diese Zeit bin ich schon da, wo ich gestartet bin.