Fahrt nach Santiago und Rückkehr zum Startpunkt der Reise

Heute morgen nach dem Frühstück wurde ich dann von der Mutter von der Pato am Busbahnhof abgesetzt. Hat perfekt gepasst. Sie musste ohnehin in die Stadt.
Der Bus hatte diesmal den aus Chile auf  längeren Strecken gewohnten hohen Komfort.
km auf der Panamericana standen an oder knapp 6 Stunden. Die Straße mag ja faszinierend klingen, hier im Süden von Chile ist es aber nichts anderes als eine normale Autobahn, wie bei uns, die schurgerade aus geht. Die Landschaft ist auch nicht beeindruckend. Es ist bretteben und nur hinten im Dunst sieht mal ein bisschen die Anden. Felder, Pappeln, Gemüseanbau. Es ist wie in der Po-Ebenen in Italien. Eigentlich perfekt zum Schlafen. Bequem ist es auch. Leider gibt es in diesem Bus Bordunterhaltung und zwar für alle und mit Lautsprecher. Es läuft eine Veranstaltung, eine Mischung aus Operneinlagen, die man mit Kopfhörern nicht überdecken kann,  und Slap-Stick-Komedie die auf Dauer so nervig ist, wie Waldtraud und Marichen. Ich habe mir selten sehnlicher einen Defekt herbei gewünscht. Egal was, ein Blitz… . Die Chilenen im Bus scheint das gar nicht gestört zu haben. Respekt. Merke für das nächste Mal: Oropax mitnehmen. Ist mir ja nicht das erste Mal passiert.
Später wurde die Landschaft interessanter. Es wurde zunehmend hügeliger, wir kamen ins Zentraltal Chiles. Überall waren nun Weinberge. Überpünktlich kam ich dann in Santiago an. Mit der Metro ging es dann zur Haltestelle Esculea Militar, so mich dann die Pato anholen sollte. Die Fahrt mit der Metro war irgendwie sehr seltsam für mich. Da kommt man als Tourist in Santiago an, kennt den Weg vom Busbahnhof zur Metro, holt seine Metrokarte aus dem Geldbeutel, Geld ist noch drauf. In dem Metro kennt man jede Station, die als nächstes kommt. Und dabei ist man ja doch am anderen Ende der Welt. War schon komisch.
Auf den Fall wurde ich dann ins Escuela Militar abgeholt. Über einen Supermarkt und eine Klinik, in der die Frau von Patos Brider liegt, ging es dann nach Chicureo. Die Klink war übrigens sehr beeindruckend. Sie hieß Clinica Alemana (also Deutsche Klink). Alles war blitzblank und sehr modern. Die Betten, die die dort haben, sowas habe ich bei uns in Deutschland noch nicht gesehen. Im Zimmer eine Couch für die Besucher. Man muss zur Entschuldigung sagen, dass es eine Privatklinik ist. Auf dem Weg zur Klink gab es einen Temblor mit Stufe 3 (sprich es hat ein bisschen geschwankt) . Im Auge haben wir aber gar nichts gemerkt. Angeblich hat man es an den Lampen im Zimmer gesehen.
Zumindest war ich nun auch froh, wieder hier in Chicureo angekommen zu sein. Am Abend bin ich noch lange mit der Pato zusammengesessen. Für morgen ist mal nichts geplant. Freitag schaue ich dann nach Santiago. Samstag findet hier die Einweihung des Schimmingpools statt was  auch zugleich mein Abschiedasado wird. Sonntag ist dann nochmal ein Tag zur Entspannung, bevor dann Montag nachmittag mein Flieger geht. Es bleiben noch 4 Nächte hier in Chile.

Ganz nebenbei den Ort „Peor es Nada“ (übersetzt „Nichts ist schlechter“) gibt es wirklich auf der Panamericana etwa 100 km südlich von Santiago.