Résumé nach dem 1. Monat

Nun bin ich doch schon glatt einen Monat hier. Zeit mal eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Bis jetzt kann ich sagen, dass ich den Schritt hier einige Zeit nach Chile zu kommen bis jetzt nicht eine einzige Minute bereut habe. Der Kulturschock blieb bislang immer noch aus und ich rechne nicht, dass er jetzt nach Argentinien noch kommt. Heimweh kam auch noch nicht auf . Dafür ist viel zu viel los um sich zu langweilen und viel an zu Hause zu denken.

Ich habe diesen Monat wahnsinnig viel erlebt und viele neue Erfahrungen gemacht. Dazu gehören auch so schwerwiegende Erfahrungen, wie das Erdbeben, das mich im Nachhinein doch sehr zum Nachdenken bewegt hat und mit Sicherheit ein Erlebnis war, dass ich mein Leben lang nicht vergessen werden. Mit all seinen Schrecken und negativen Seiten, aber auch den Konsequenzen, dass Freundschaften um so wichtiger sind und auch das Glück jeden Tag genießen zu können.

Einen guten Beitrag leisten auch die Chilenen, die einem ausnahmslos freundlich und hilfsbereit zur Seite stehen.
Das Leben hier läuft einfach unglaublich gelassen ab, auch wenn ich jeden Tag über 9 Stunden in der Arbeit bin. Leichter kann es ein Land einem Ausländer wirklich kaum machen.

Ich habe soviel Energie und weiß nicht, woher sie kommt. Es überhaupt kein Problem zu arbeiten, spät ins Bett zu gehen und am Wochenende auch noch was zu unternehmen.

Diese Woche habe ich auch das erste Mal das Gefühl, dass sich sprachlich ein bisschen was nach vorne bewegt hat. Ich hoffe, dass es nicht nur chilenischer Alltags-Slang ist, ¿catchai?

Wenn ich vorher gewusst hätte mit welchen Situationen ich zu kämpfen haben würde, hätte ich die Reise mit Sicherheit nicht gemacht. Ich glaube aber, dass ich mit den Aufgaben schon gewachsen bin und ich glaube auch, dass ich mich ein wenig verändert habe. Aber das müsst ihr dann zu Hause beurteilen.

Es ist ein Traum, wenn man sich in der Mittagspause ein paar Minuten in den Park am Ufer des Flusses des Mapocho legen kann und es scheint einem die Sonne ins Gesicht. Die Wochenenden sind stets ausgefüllt, mit Ausflügen, Entspannen und einfach nur Freude treffen. Die Landschaft rundherum ist wunderschön und begeistert jeden. Dabei kenne ich die wirklichen landschaftlichen Highlights, wie die Atacama-Wüste noch gar nicht.

Chile, ich glaube ich hab ein Problem mit dir! Du hast mich erobert!
Und herzlichen Glückwunsch Pato. Du hast mir immer prophezeit, dass ich mich in Chile wohlfühlen würde und ich hab dir nie geglaubt, weil Südamerika viel zu exotisch sein würde um sich da als Deutscher wohl fühlen zu können.

Ich kann nur sagen, dass ich hier jeden Abend mit einem Lächeln ins Bett gehe und mir im Inneren einfach nur denke „schön“, nicht mehr.

P.S.: Auch wenn diese Zeilen so klingen, als würde ich hier bleiben wollen, macht euch keine Sorgen, ich komm schon zurück. Es hängt ja auch was an daheim.