Die ersten Eindrücke

Nach nun 3 Tagen und zwei Nächten hier, halte ich mal die ersten Eindrücke fest:

  1. Lektion 1 in Chile habe ich schon gelernt. Wie macht man ein Asado. Es ist zwar auch nur grillen, läuft aber doch etwas anders als ein deutsches Grillfest. Glücklicherweise gab es für mich schon zwei Asados. Das erste am Abend meiner Ankunft im Garten und das zweite gestern Abend bei einer Geburtstagsfeier in Las Condes.
    Man braucht immer ein großes Stück Rindfleisch. Mindestens 2-3 Kilo. Das wird dann zuerst bei tiefem Rost von allen Seiten angegrillt und dann bei etwas höherem Rost weitergegart. Nach ca 1 Stunde ist es dann fertig. Das tolle ist, dass es dann in der Mitte noch einen rosa Steifen hat und unglaublich saftig ist. Da können wir uns in Deutschland wirklich eine Schreibe abschneiden.
    Nach dem ganzen Fleisch gibt es jetzt ein „vegetarisches“ Mittagessen. Also einen Salat mit Huhn.
  2. Was mir auffällt, dass die etwas besseren Viertel der Stadt unglaublich sauber und grün sind. Da wirkt München wirklich trist. Fast jede Strasse ist mit Alleebäumen gesäumt.
  3. Alles ist pappsüß. Die Früchte, Limo, der Nachtisch. Wirklich fast ungewohnt, wobei aber die Früchte echt sau gut schmecken und im Supermarkt fast nichts kosten. Eine riesige Wassermelone unter einem Euro.
  4. Ich wohne bis morgen jetzt noch bei meinen Freunden in einem sehr guten Vorort. Ist ein abgeschlossenes Neubaugebiet mit nur einer Einfahrt und einem Wachmann an der Einfahrt. Drum herum ist eine Mauer mit Elektrozaum. Ist schon befremdlich, wenn es auch sehr dezent gemacht ist. Hier fragt man sich, warum es das braucht, wenn Chile doch so sicher ist. Auf jeden Fall wurde mir versichert, dass es überhaupt kein Problem ist, auch nachts, einfach so durch die Straßen zu laufen. So wirkt es auf mich auch.
  5. Hier auf der Südhalbkugel steht die Sonne Mittags wirklich im Norden. Eigentlich mehr über einem. Zum Wendekreis ist es ja nicht weit. Logisch aber doch neu für mich. Wie es mit dem Strudel auf bei Abfluss aussieht, kann ich nicht sagen, weil ich keine Ahnung habe, wie sich das Wasser in Deutschland dreht. 🙂
  6. Sprachlich geht es eigentlich ziemlich gut, wenn man bedenkt, wie faul ich in den letzten Monaten war. Hab ja nicht mal die Grammatik vor meiner Abreise noch mal angeschaut und jetzt auch noch das Buch zu Hause vergessen. Nichts desto trotz war ich gestern nach dem Geburtstags-Grillfest so hundemüde, weil alle auf einmal reden und man irgendwann gar nichts mehr mitbekommt. Aber das wird schon noch.

Bin bis jetzt noch sehr fotofaul gewesen, aber ich verspreche, dass die ersten Bilder bald kommen.