Ein geruhsames Wochenende

Nachdem ich vor zwei Wochen in Argentinien war, letztes Wochenende am Samstag quer durch Santiago gelaufen bin und am Sonntag dann auch noch den Ausflug nach Valparaiso gemacht habe, war es endlich wieder mal Zeit für ein ruhiges Wochenende.

Somit hat mich die Familie von der Pato am Freitag so gegen 9 Uhr abends abgeholt und wir sind zu ihnen aufs Land gefahren. Dort sind wir dann ganz gemütlich zusammengesessen haben Schinken direkt vom Bein heruntergeschnitten, dazu ein paar Kleinigkeiten gegessen und haben uns total verratscht. Es war dann doch 4 Uhr bis wir ins Bett gekommen sind.

Am nächsten Morgen kamen dann noch zwei Deutsche aus Freising zum Übernachten. Die beiden machen zwei Wochen Urlaub und wollen ein bisschen durch Chile reisen. Somit sind wir dann erstmal auf der Terrasse zusammen gesessen und dann Empanadas und Ensaladia Chilena  gegessen. Später musste die Familie von der Pato dann zu einer Taufe. Da die beiden neuen Freisinger Santiago noch nicht kannten, sind wir dann mit der Metro ins Zentrum gefahren und ich hab Stadtführer gespielt. Ich kannte die ganzen Sachen ja schon. Ich glaube es war ein bisschen viel für die. Aber man kann sagen, dass sie in knapp 4 Stunden alles gesehen haben.
Am Abend waren wir alle Hunde müde. Die beiden Freisinger von der langen Anreise und wir von der langen Nacht zuvor.

Am Sonntag war dann erstmal Frühstücken angesagt. Das ging dann mehr oder weniger fließend in ein nachmittägliches Asado über zu dem ca. 15 Leute und Kinder gekommen sind. Zudem kamen einige der Gäste in den Genuss von Huber Weiße und Tegernseer Bier, dass die beiden Deutschen mitgebracht haben (zum Glück findet die Zoll- und Gepäckkontrolle am Flughafen wegen des Erdbebens noch in Zelten statt, sonst hätten die das wahrscheinlich nicht durch bekommen). Es gab ca. 4 Kilo Rindfleisch, Würstel, Salat und, und , und… . Ich war unglaublich satt.

Gegen 18 Uhr bin ich dann zurück nach Santiago und habe mich mit dem Sergio aus Landshut und seinem Bruder im Patio Bellavista getroffen. Die beiden machen einen Rundreise durch Südamerika und hatte zwei Nächte in Santiago. So haben wir uns da getroffen und etwas getrunken. Danach sind wir erstmal zu denen ins Hotel, um danach was essen zu gehen. Dummerweise war gestern Sonntag und da hat fast alles zu. Sie haben mich gefragt, ob ich Lokale zu empfehlen hatte. Ich wusste schon ein paar, wo man gut essen kann. Also sind für mit der Metro nach Bellas Artes gefahren. Das Lokal „Casa Naranja“ war zu. Also wieder in die Metro und nach Puente Cal y Canto gefahren. „La Piojera“ hatte auch zu. Da es schon reichlich spät war, habe ich gesagt, dass wir jetzt einfach ein Taxi nehmen. Wir wollten nach Bellavista, weil dort immer was los ist. Der Taxifahrer hat uns dann berichtet, dass die dort ab 23 Uhr wegen Wartungsarbeiten den Strom abstellen, mit dem Ergebnis, dass wir wieder in die Nähe des Hotels gefahren sind und dort auch ein nettes Lokal mit gutem Essen gefunden haben. Sprich viel Metro-Fahren für nichts. Zumindest war das Essen und der Wein dort sehr gut.

Eigentlich wollte ich ja meine Reise am Schluss mit meinem kleinen Handgepäckskoffer machen, aber so wie ich das Reisen hier bis jetzt gesehen habe, empfinde ich das als ziemlich unpraktisch. Nun hab ich mir zu einem Schweinepreis im „Sommerschlußverkauf“ gleich bei meiner Arbeit ums Eck in einem Outdoor-Shop einen super Deuter-Rucksack gekauft. Was will man mehr? Einen guten Rücksack , der auch für ein  verlängertes Wochenende mal reicht, hat ja eh gefehlt. Ein südamerikanisches Modell wäre zwar stilvoller gewesen, aber der Verkäufer meinte auch, dass die deutschen Rücksäcke bei gleichen Preis deutlich besser sind. Was kann man da noch sagen.  🙂