Erholungstag und Organisationschaos

An diesem Tag hatten wir nichts geplant. So haben wir erstmal ausgeschlafen. Irgendwie brach dadurch bei uns aber erstmal die Erschöpfung so richtig durch. Bis jetzt hatten wir eigentlich noch keinen wirklichen Tag Erholung. Eigentlich kann ich mir das auch nicht richtig erklären. An der Höhe wir es kaum liegen, da wir ja nur auf 2200m sind. Am Klima denke ich auch nicht, da ich das Wüstenklima letztes Jahr ganz gut gepackt habe. Nach dem Aufstehen nutzten wir also die Zeit, um uns ein bisschen über unser Anschlussprogramm in Argentinien zu informieren. Wir suchten diese und jene Route. Aber irgendwie hatten wir für die Strecke, die wir uns vorgenommen hätten einfach immer zu wenig Zeit. Somit kam Iguazu wieder ins Gespräch und ich suchte im Internet nach möglichen Flügen Salta – Iguazu – Buenos Aires. Nach ein wenig Sucherei fand ich auch einen Flug mit Aerolineas Argentinas, der bezahlbar und passend war. Schnell war der Entschluss gefasst und der Flug im Internet reserviert. Nur sagte nun die Reservierung, dass man den Flug binnen von 24 Stunden bezahlen muss, sonst verfällt die Reservierung. Beim Durchführen der Reservierung hätte man einfach nur den Haken „Pago facil“ setzen müssen. Wer weiß schon, was sich dahinter verbirgt? Eine Erklärung habe ich erst später gefunden. Dummerweise hatten wir auch noch die letzten beiden günstigen Plätze bekommen, so dass ein einfaches zweites Reservieren nicht mehr möglich war. Also versuchte ich irgendwas herauszufinden, wie man den Flug bezahlen könnte. Das nächste Büro wäre in Santiago, 1600km weg von hier. Also habe ich bei Aerolineas Argentinas in Buenos Aires angerufen. Die haben mich an Aerolineas Argentinas in Santiago verwiesen. Dort hat man mir dann gesagt, dass wir am Wochenende telefonisch nur mit einer chilenischen Kreditkarte zahlen können. Bis Montagmittag wäre der Flug aber geblockt und am Montag kann man auch mit einer deutschen Karte zahlen. Am Montag sind wir aber auf Tour und somit musste ich meine Freunde in Santiago um Hilfe bitten. Da es hier aber einen Apagón (größeren Stromausfall) gab, funktioniert seitdem das Internet nicht mehr. Somit musste ich zuerst in einen Telefonladen und dann in einen Internetcafe, um das allen mit meinen Freunden erklären zu können. Ich hoffe mal, dass die das mit meiner Karte dann am Montag regeln können. Chilenen unter sich schaffen das sicher. Bis jetzt fahren wir also trotz Reservierung immer noch Bus. Was ein Chaos.
Obwohl wir den Tag eigentlich außer Chaosbewältigung nichts gemacht haben, fallen wir am Abend wieder müde nach dem Essen ins Bett.