Geisire und letzter Tag in San Pedro

So heute hieß es nun sehr früh aufstehen. Um 4 Uhr morgens wurden wir abgeholt. Dann ging es in einem Kleinbus hinauf zu den Geisiren El Tatio auf 4300m. Leider hatte es dort den bolivianischen Winter und somit regnete es leicht. Dafür war es aber mit 0 Grad nicht ganz so kalt. Durch die Wolken kam auch dann die aufgehende Sonne nicht so schön raus. Nach etwa einer Stunde haben die Wolken aber dann doch aufgemacht und somit konnten wir dann doch noch einige Geisire mit ihrem weißen Dampf sehen. Anschießend ging es wieder abwärts in das Dorf Machuca. Es ist wirklich unglaublich. Ein jeder Bus fährt da vorbei, womit es dort zugeht wie im Krieg. Zu horrenden Preisen werden gegrillte Lamaspieße verkauft. Vor dem Grill lange Warteschlangen. Zudem kann man von einer Frau in andiner Tracht mit einem Lama 3 Fotos für 1000 CLP (ca. 1,20€) machen. Die Geschäftstüchtigkeit der Dorfbewohner steht ja ausser Frage, viel erstaunlicher ist, wie vielen Touristen das gar nichts ausmacht. Ob Machuca in der Sprache der Ureinwohner wohl „Nepp-Dorf“ heißen mag? In dem Dort war ich ja letztes Jahr schon, so schlimm war es aber lange nicht.
Danach ging es noch zu einem mit vielen riesigen Kateen bewachsenen Canyon. Dort sind wir dann bis zu einem Wasserfall geklettert. Hier war es extrem heiß. Es hat aber auch richtig Spaß gemacht. Es war das eigentliche Highlight des Tages.

Gleich nach der Rückkehr wollten wir ja die Sache mit dem Flug nach Iguazu regeln. Also erstmal die Pato anrufen, ob sie das mti dem Flug regeln konnte. Dummerweise konnte sie das nicht, weil ihr die Daten meiner Bank für die Zahlung per Kreditkarte fehlten. Also musste ich das wieder selbst regeln. Das heiß also, dass ich wieder an das Münztelefon auf dem Marktplatz gehen musste. Auf der kostelosen Nummer von Aerolineas Aregntinas konnte man ja mit keinem ausländischen Handy und auch nicht per Internet anrufen. Somit stand ich wieder dort, den Hörer bei gut 30 Grad in der Sonne. Dumm nur, dass einen das Telefon nach 15 Minuten aus der Leitung warf. Beim 3 Versuch bin ich durchgekommen. So einfach war es gar nicht dem Argentinier am Telefon dann alle Daten durchzugeben. Vorallem die Straße „Veichtederpointweg“ Buchstabe für Buchstabe hatte es in sich. Schwer gekämpft und nach ca. 10 Minuten mit der Hotline aber auch glücklich es geschafft zu haben, konnte ich ins Hostal zurückkehren. Nun mussten wir nur noch auf die Bestätigung warten. Die kam aber recht schnell.

Als wir dann ein Hostal für Iguazu suchten, hieß es dann plötzlich. Da ist ja auch Dschungel und die schreiben was von Gelbfieber. Das kann nicht war sein oder ??? Was ein Mist!! Warum haben wir uns da nicht vorher genauer erkundigt. Die Flugbestätigung war inzwischen auch noch gekommen. Somit hatten wir nun einen Flug in ein Gelbfiebergebiet. Es gab zwar noch keine Infektionen, aber es ist theoretisch möglich. Mit Impfung kein Problem aber ohne ein Risiko. Das ist das absolute ko-Kriterium für die Wasserfälle.  Alles was ich brauchen kann, ist so eine Erkrankung. Nach einer kurzen Recherche bezüglich Gefahr der Krankheit, Möglichkeiten des Schutzes, war für mich klar, dass ich ohne Impfung nicht nach Iguazu fahren würde. So ein Mist. Ein paar Minuten früher, wenn wir es gewußt hätten!!
Nun müssen wir eben in Salta schauen, dass wir den Flug irgendwie stornieren können.

Nun ist schon zusammengepackt. Morgen um 9 Uhr heißt es Abschied nehmen von Chile. Es dann mit dem Bus über den Paso de Jama über die Anden ins argentinische Salta. Ein Hostal haben wir auch schon gebucht.

Die nächsten Neuigkeiten gibt es dann schon aus Argentinien.