Angekommen in Patagonien

November 6th, 2012

Wie man dem letzten Blog-Eintrag schon entnehmen konnte, ging es nun in den Süden. Nachdem ich nun 4 Tage wirklich ausspannen konnte, ist es nun auch gut, wenn man wieder loslegen kann. Naja ausspannen ist relativ. Die Tage, seit ich da bin, war doch relativ viel los. Ich hoffe, ich bekomme es noch zusammen.
Donnerstag:
Ankunft, dann Abends Asado im Garten

Freitag: Mittagessen bei der Schwester von Diego in Vitacura in Santiago. Das ging dann bis um ca. 17 Uhr. Dann zum Bruder von Pato einen Kafee trinken, ein Sofa reparieren. Dann heim und gemütlich zusammensitzen.

Samstag:
Ab 14 Uhr Asado im Garten bis ca.18 Uhr. um 20 Uhr kam die Schwester von der Pato zum ratschen vorbei. Da habe ich mich dann um 2 Uhr morgens ausgeklingt

Sonntag: Zum Mittagessen zu einem Arbeitskollegen von Diego deren Frau Italienierin ist. Kaum jemals eine so gute Pasta gegeessen. Der Abend war dann zu Hause wirklich entspannt.

Die Abreise heute wäre fast schief gegangen, weil sich der Abflug noch um 2 Stunden nach vorne verlegt hat. Glücklicherweise habe ich gestern noch nachgeschaut, weil Diego seinen Flug nach Calama einchecken musste. Sonst wäre ich wohl in Santiago sitzen geblieben und hätte blöd geschaut. Ein bisschen Glück braucht es eben auch.
So wurde ich dann heute morgen zum Flughafen gebracht. Über einen Zwischenstop in Punta Arenas ging esnach Puerto Natales, wo ich nun ein nettes Hostal gefunden habe. Eigentlich wollte ich ein Einzelzimmer, aber weil so wenig los ist, habe ich zum selben Preis nun ein 4-Bett-Zimmer und entsprechend Platz.
Da ich die Gletscher hier im Süden unbedingt sehen wollte und es mir alle nahegelegt haben, heißt es bis Samstag ein wenig Programm machen. Das ganze habe ich heute nun  schon organisiert. Morgen geht es um halb 8 Uhr morgens los und dann mit einem Boot durch die Fjorde zu den Gletschern Balmaceda und Serrano. Mittwochs geht es in den Torres del Paine. Donnerstag habe ich einen Tag Puffer und so wie es aussieht, werden ich den auch zum Nichts-Tun nutzen. Muss auch mal sein. Am Freitag einen Abstecher nach Calafate und zum Perrito Moreno in Argentinien. Bis auf das, dass es nach Calafate eine recht weite Strecke ist, ist das aber organisiert recht bequem. Morgens beim Hostal abgeholt zu werden und abends dort wieder abgesetzt zu werden.

Die nächsten Tage werden bestimmt sehr interessant. Was man unten auf den Fotos sieht, sieht ja schon beeindruckend aus, das muss aber nur ein kleiner Vorgeschmack sein.

 

Asado, Wein und 30 Grad.

November 4th, 2012

Die Überschrift fasst eigentlich alles zusammen. Heute kamen zum almerzuzo (etwa ein Mittagessen, das so um 3 Uhr nachmittags losgeht) ein paar Freunde und Bekannte. Es wurde gegrillt. Klar. Ich lade dazu auch ein paar Fotos hoch. Auch das neue Haus meiner Freunde ist der Wahnsinn. 1000 Quadratmeter Garten, hinten die Berge und ewig viel freie Fläche. Morgens laufen Rinderherden vorbei, abends Pferde. Ist schon fast zu klischehaft.
Die Temperatur mit knapp über 30 Grad ist aber schon eine Herausforderung. Besonders macht es einem der Wein mit 14 % nicht unbedingt leichter. Gut, das hat man auch selbst in der Hand bzw. im Glas. Zudem habe ich den ganzen Tag gekämpft, dass ich mich in der Sonne nicht verbrenne. Aber ich bin weit davon entfernt mich auch nur irgendwie zu beschweren. Die Wärme ist einfach ein Traum und bis jetzt habe ich auch nicht eine Wolke gesehen.
Auch mit der Verständigung klappt es eigentlich gut. Zum einen, dass ich daheim eigentlich nichts gemacht habe, zum anderen, dass das chilenische Spanisch nicht nur ansatzweise eine Unverschämtheit ist.
Zusammengefasst ist es auch dieses Mal total seltsam. Man ist von Haustür zu Haustür 24 Stunden unterwegs, fliegt allein von Paris 14 Stunden und dann kommt man an und selbst Italien ist exotischer für mich. Es ist völlig unverständlich und wird es wahrscheinlich auch bleiben.
Auch meine weiteren Pläne sind nun schon weiter. Am Montag geht es nach Puerto Natales zu den Torres del Paine und zu den Gletschern. Muss man gesehen haben, haben alle gesagt. Danach geht es von Puerto Montt zurück nach Santiago. Auf dem Rückweg, so alles klappt, treffen wir uns dan in Concepcion und fahren dann noch zusammen zu dem Termas de Chillan, bevor es dann wieder nach Santiago geht. Meine Besuchstour in Santiago muss ich dann Ende auch noch machen. Klingt nun nach viel, ist aber für die Zeit, die ich habe, sehr entspannt.
Gerade kommen wir vom Supermarkt, Pisco kaufen. Es ist in unglaublich, aber kaum fliegt man 13000 km, kann man um 10 Uhr Abends mit offenem Dach und offenem Fenstern zum Supermarkt fahren. Ist schon unverschämt.

Angekommen

November 1st, 2012

Der Flug war nun doch länger als erwartet. Dieses mal waren die über 13 Stunden von Paris wirklich hart. Ich hab einfach keine bequeme Position gefunden. Kam mir bei der Ankunft vor als ware ich ans andere Ende der Welt gereist 🙂 .
Bei der Einreise hat es dann nochmal eine Stunde gedauert, weil  3 Flieger gleichzeitig ankamen. Auf jeden Fall stand dann Diego schon da und hat auf mich gewartet. So sind wir dann auch gleich los mit einem Umweg über einen Baumarkt. Diego brauchte noch was. Im Baumarkt ist auch hier schon Weihnachten. Selbe Deko wie bei uns.Auch nicht schöner aber auch nicht geschackloser. Aber zu den gut 25 Grad passen Plastiktannen mit Kunst Schnee noch weniger. Dann gings ins neue Haus. Die Begrüßung war super. War doch 1,5 Jahre her seit wir uns alle nicht gesehen haben. Nachdem dem Mittagessen mit Empanadas (sehr gut) und tomatensalat mit viel koriander , habe ich mich nun zum duschen und kurz hinlegen ausgeklingt.
Jetzt gerade sind ein paar Freunde für das Asado heute abend gekommen. Nach dem duschen geht es mir nun auch schon besser.
Bis jetzt aber alles wunderbar. Gut angekommen, da wiedersehen war gar nicht komisch, blauer Himmel, 25 Grad, welche mich im Moment noch ganz schon schaffen. Was will man mehr?

Ganz nebenbei: Kommentare sollten auch gehen. Ich muss nur jede eMail-Adresse einmal freigeben

Endlich Urlaub , es geht wieder los

November 1st, 2012

Seid dem  letzten Urlaub ist nun doch ganz schon Zeit vergangen. Wenn man mal von dem einen freien Brückentag im Mai absieht, wo ich in Barcelona war, war die letzte freie Woche doch glatt im September vor einem Jahr.raus
In der Arbeit ging es dieses Jahr mehr als rund. Das ganze steckt mir nun schon in den Knochen.
Um so mehr wird es jetzt Zeit.
Jetzt hab ich noch gar nicht geschrieben, wo eigentlich hingeht. Ist nicht schwer zu erraten. Was soll man diese Jahreszeit den machen? Bliebt nut eins. Raus aus der Kälte und ab nach Chile. Was ein Wunder. Diesmal so unvorbereitet wie nie. Dafür aber gleich 3 Wochen und 3 Tage. Komm mir vor, als würde ich nach Spanien fahren. Kommt mir wahrscheinlich im Moment nur so vor, weil mir der lange 13 Stunden Flug noch bevor steht. Sitzen gerade wartend auf den Anschluss Flug am Flughafen in Paris. So müde, wie ich jetzt schon bin, verschlafe ich bestimmt den größten weil des Flug. Zumindest bleibt das zu hoffen.

Bis jetzt hat alles nach Plan funktioniert. Als besonderen Service wurde ich vom Chef zum Flughafen gefahren. Danke nochmal. War total nett.
In Paris angekommen tut es gut nicht den direkten Anschluss Flug zu haben,sondern früher in München loszufliegen. Die 1 Stunde mehr entspannt den Terminalwechsel sehr, so dass ich noch ganz entspannt zum schreiben komme.

Erster Eindruck beim schreiben eines längeren Textes mit dem Tablet. Noch ungewohnt, aber es wird von Zeile zu Zeile besser. Falls viele Fehler im Text sind, bitte ich um Nachsicht 🙂

Da diese Meldung zeitverzögert kommt, da ich hier in Paris kein Internet habe, kommt die nächste Nachricht wahrscheinlich bald hinterher.

Letzter Eintrag & Buenos Aires und ich werden keine Freunde

März 4th, 2011

Nun ging es in der heißen und vollen Subte zur Haltestelle Palermo. Dieses Stadtviertel soll sich durch viele schöne Gebäude und Parks auszeichnen. Die Parks waren schnell gefunden. Die schönen Gebäude aber nicht. Es waren Wohnviertel. Mir kam es so vor als ob ich in Málaga durch Huelin laufen würde, Schön kann man wirklich nicht sagen. Somit ging es erstmal in einen Park. Da mich das Stadtviertel aber dann doch nicht zu überzeugen wusste und ich von der letzte Nacht doch noch ein wenig mitgenommen war, habe ich mich entschlossen hier abzubrechen und erst noch mal ruhig ins Hostal zurückzufahren. Mein Kumpel wollte noch bleiben und sich noch das eine und andere anschauen. Die Rückkehr ins Hostal war dann aber so einfach auch nicht, weil zwischenzeitlich die Metrolinie eingestellt wurde. Zum Laufen viel zu weit. Wären mehr als 3 Stunden gewesen. Den Stadtplan hatte ich nicht. Also mit dem Bus fahren. Nur mit welchem? Alte Taktik. Einfach in einen Bus steigen, der einen so grob in die richtige Himmelrichtung bring. Wenn der Bus dann abbiegt und droht da hinzufahren, wo man nicht hin will, dann aussteigen. Hat super geklappt und so kam in unweit bei einer Subte-Station einer anderen Linie an. Insgesamt hat der Spaß aber doch fast 2 Stunden gedauert. Gaz schön lange, dafür, dass man eigentlich nichts gesehen hat.
Mein Kumpel hat scheinbar dann doch noch das richtige Viertel Palermo gefunden.
Ich machte mich dann nach einer Ruhepause auf die kleine Einkaufsrunde. Musste ein Buch und eine DVD für die Freisinger Chilenen mitbringen. Bei der Gelegenheit konnte man auch noch mal durch das Microcentro von Buenos Aires laufen.

Heute Abend geht es dann auf jeden Fall noch mal zum Abschluss eine Parrillada essen. Morgen dann nur noch Frühstücken, packen und dann mit dem Taxi zum Flughafen.

Was kann ich nun über Buenos Aires sagen? Mein erster Eintrag kam nicht gerade positiv rüber. Oft ist es ja so, dass man sich in eine Stadt erst einleben muss, dass einen eine Stadt nicht sofort fasziniert. Bei Buenos Aires hat sich das bis jetzt noch nicht eingestellt. Ich bin von der Stadt immer noch enttäuscht und sie gefällt mir immer noch nicht. Es liegt einfach daran, dass die Stadt kein wirkliches Zentrum besitzt. Alles ist irgendwie verstreut. Ja, die Stadt hat schöne Häuser im europäisch-kolonialen Stil. Aber es sind eben nur einzelne Häuser. Somit steht ein altes recht schönes Haus neben einem hässlichen und dreckigen Betonklotz. Es ergibt sich somit kein schönes geschlossenes Bild. Die einzelnen Highlights sind für eine Stadt von diesem Ausmaß eher dürftig.

Die Stadt mag wohl sehr von Kunst und Theater leben, aber auf der Straße bekommt man davon wenig mit. Dort ist man eher mit dem fortwährenden Überlebenskampf mit dem Straßenverkehr  beschäftigt.
Ich weiß es nicht, ob wir einfach nur an der falschen Zeit an der falschen Stelle waren, eventuell waren unsere Erwartungen einfach auch zu hoch. Buenos Aires wird von den Argentiniern und auch sonst in den Himmel gelobt. Somit kommt man mit sehr hohen Erwartungen hier an.

Die Sache ist, dass der Reiz an Lateinamerika auf keinen Fall in den Großstädten zu suchen ist. Nachdem ich nun die angeblich schönste Großstadt Lateinamerikas kennengelernt habe, weiß ich auch auf jeden Fall, dass ich in Zukunft für solche Städte sehr wenig Zeit brauchen werde.

Irgendwie freue ich mich jetzt auch wieder auf Landshut. Wenn ich nur das Wetter mitnehmen könnte…

Die 3 Wochen waren dennoch auf jeden Fall ein Wahnsinn. So viel, wie wir gesehen haben. Die Eindrücke werden lange vorhalten. Viele Fotos gibt es ja ohnehin.

Nun die abschließende Frage: Konnte Argentinien Chile in meinem Herzen überholen? Don’t Cry for Me Argentina, aber an Chile reichst du lange nicht ran.
Argentinien ist ein wunderschönes Land zum Urlaub machen. Es hat tolle Landschaften und nette Menschen. 3 Monate hätte ich hier aber nicht bleiben wollen. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass mich Argentinien wieder sieht. Es fehlen ja noch Iguazu und ein ganzer Haufen Patagonien. Das mich mein Chile wieder sieht, zweifelt ja wohl niemand an. Ich schon am wenigsten. An Chile hängt bei mir einfach viel zu viel. Viel mehr als Landschaft und Urlaub.

Ohh, wie schön ist Uruguay

März 4th, 2011

Heute Morgen hieß es, wie schon gesagt, um 5:30 Uhr aufstehen. Danach sind wir mit der Subte zum Fähr-Terminalgefahren und haben dort eingecheckt. Wie immer dasselbe Prozedere, am Check-In melden, Miragtionspapiere ausfüllen, dann Gepäckkontrolle, die unglaublich oberflächlich war, dann zur Migration und die Karten abgegeben und sich die Stempel abholen. Nach einem Frühstücksespresseo mit einem Medialuna ging es dann auch schon auf die Katamarafähre, die uns in einer Stunden an das andere Ufer des Rio de la Plata bringen sollte. Von einem Fluss kann man da schon gar nicht mehr sprechen. Und von Plata, also Silber schon gar nicht. Der Fluss ist eine braune Schlammbrühe.
Nach einer Stunde kamen wir dann in Uruguay, genauer gesagt in Colonia de Sacramento an. Was viel uns zu allererst auf. Es war unglaublich sauber.  Dann viel uns auf, dass sehr wenig Verkehr auf den Straßen war. Zudem waren die Häuser bunt und man hörte Vögel pfeifen. Wir schlenderten gemütlich Richtung Zentrum. Alles war überschaubar und so war auch das Zentrum schnell gefunden. Hier hingen dann von den bunten, kleinen Häusern nun üppige Blumen herunter. Auf einem kleinen Platz landete gerade eine Gruppe kleiner Papageien in der Palme. Wir waren nur eine Stunden und nicht mal 30km von Buenos Aires entfernt und sind im Paradies gelandet.
der Hunger trieb uns in ein Lokal, das schön am Ufer legen ist. Beim Bier kann man zwischen den heimischen Sorten Pilsen und Zillertal wählen. Das Essen, bei mir ein schönes Stück Rind vom Grill, war ausgezeichnet. Da wir bis zum Lokal noch keine Bank gefunden hatten und das Lokal keine Kreditkarten akzeptierte, machten wir einen riesen Fehler. Wir zahlen in argentinischen Pesos. Das Essen hätte umgerechnet 43 € gekostet und wurde dann aber so ein schlechter Kurs gegeben, dass wir um sage und schreibe 18€  geprellt wurden. Hinzu kommt, dass wir aus Argentinien, das auch schon im Vergleich zum Vorjahr teuer war, andere Preise gewöhnt waren. Uruguay ist preislich 1:1 auf deutschem Niveau. Manchmal braucht man eine Auffrischung, dass man auf solche Anfängertrick, wie in einem anderen Lad mit einer Fremdwährung zu zahlen, nicht mehr hereinfällt.
Danach erstmal Uruguayos holen. Den Rest der Zeit verbrachten wir mit ausspannen, bummeln, auf einen Leuchtturm steigen, und nichts-tun. Zum Abschluss gönnten wir uns noch eine Kaffee und hausgemachtes Eis. Beides ebenfalls exzellent. Wobei auch hier wieder knapp 20€ teuer.
So langsam wurde es dann wieder Zeit Richtung Fähre zu gehen und den ganzen Migrationskram erneut zu durchlaufen.

Als wir dann wieder in Buenos Aires ankamen, hat es uns wie ein Schlag getroffen, schlechte Luft und man wir wieder zur Zielscheibe eines jeden Autofahrers. Nach einer mehr als waaghalsigen Überquerung einer 5 spurigen Straße zwischen hupenden LKW (nebenbei sei gesagt, dass wir als Fußgänger grün hatten), ging es in der heißen Subte ins Hostal.

Alles in allem ein unglaublich schöner Tag. Von Uruguay hatte ich so gar keine Vorstellung. Eigentlich stand das Land auch lange nicht auf meiner Liste. Aber der Ausflug von Buenos Aires ist ein wirklicher Tipp. Danke Inge dafür und für´s vorher antesten.

Zum Abendessen haben wir dann auch noch ein unglaublich gutes Restaurant  in der Calle Chile gefunden. Es war ein baskisches Restaurant und es stimmte einfch alles. Netter Ober, unglaublich gutes Essen, danach ein Weinbrand zum verdauen und dann noch ein Limonchello zum Abschluß aufs Haus. Das Lokal ist ein echter Geheimtipp, voll mit Argentiniern.
Eigentlich hätte es danach gereicht und es wäre eigentlich Zeit gewesen ins Berr zu gehen. Aber im Hostal war am heutigen Abend ebenso ein Asado und so habe ich mit da noch hinzugesellt. Zuerst habe ich mit mit einem Pärchen aus Pamplona verratscht. Schlußendlich bin ich dann mit 4 Chilenen bis um 4 Uhr morgens nicht ganz nüchtern hängen geblieben. Folgenschwer für den nächsten Tag, aber es war einfach so super nett, dass man nicht gehen konnte. Immer wieder meine Chilenen

Nun steht heute bei mir nur noch der Stadtteil Palermo auf dem Programm. Mehr mag ich mir für den letzten Tag auch nicht vornehmen. Noch mal zum Abschluss alles etwas entspannter angehen.

Ankunft in Buenos Aires

März 1st, 2011

Pünktlich um 18:40 ging es los nach Buenos Aires. Alles lief absolut problemlos. In dem Bus von Urquiza hatte es ein wenig weniger Platz als im Andesmar. Dafür war es bequemer und es gab auch wieder Kopfkissen und Decken. Zu Essen und zu Trinken, gab es dagegen nichts, Nach 4 Stunden wurden wir aus dem Schlaf gerissen. 15 Minuten Aufenthalt in Cordoba. Also schnell ein Sandwich kaufen. Dann ging es auch schon weiter. Bei Sonnenaufgang gab es draußen immer nur noch Pampa. Um 8 Uhr begann dann die Stadt Buenos Aires und damit auch der Berufsverkehr und Stau. Somit kamen wir mit einer guten Stunde Verspätung am Busbahnhof Retiro an. Dort wollten wir uns ein Taxi nehmen. Der Mann, der seine Dienstleitung für das Taxi-Heranwinken und Türe-Aufhalten anbot stellte sich aber als unfähig heraus. Dem nächsten Taxifahrer gefiel dann unser Fahrziel nicht. Zu viel Verkehr. Also selbst ein Taxi organisiert und schon ging es los Richtung Hostal. Viel Verkehr war schon. Ehrlich gesagt, sehr viel. Somit kamen wir nur zäh voran, aber besser als Laufen. Mit der argentinischen Fahrweise hatten wir ja schon Bekanntschaft gemacht. Das hier ist aber noch ein Stück krasser. Ich weiß nicht, wie viele Beinahe-Unfälle wir während der Taxifahrt durchleiden mussten. Das lag aber nicht an unserem Taxifahrer. Alle fahren hier so. Nicht für viel Geld möchte ich hier Autofahren. Da ist ein normaler Deutscher nach ein paar Minuten reif für die Klinik.
Auf jedem Fall dank des Taxifahrers sind wir dann an unserem Hostal angekommen. Wirklich sehr nett hier. Ruhig und auch recht zentral gelegen.

Nach kurzem Ausruhen wollten wir natürlich gleich mal was von der Stadt sehen und haben uns eine erste Route zusammengestellt, vorbei an den ersten wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Plaza de Congreso, Avendia de Mayo , Avenida 9 de Julio, Obelisk, San Telmo.

So ganz beeindruckt uns Buenos Aires noch nicht. Wir haben auf das große Finale, die unglaubliche Stadt, von der alle erzählen, gehofft. Bis jetzt haben wir sie aber noch nicht gefunden. Im Großen und Ganzen ist es so, wenn man ein Stück französische Architektur und ein Stück Madrid in einen Topf wirft und umrührt. Eine Prise Lateinamerika dazu und fertig Womit ich bis jetzt auch sagen möchte, Santiago ist geordneter und kompakter, Salta ist von den Gebäuden schöner, Valparaiso ist bunter… .

Wir haben hier noch viel vor und das Urteil ist bis jetzt mit Sicherheit vorschnell. Sicher ist aber, dass es die Stadt nach so vielen Highlights in den letzten knapp 3 Wochen nicht ganz leicht mit uns hat.

Da wir nun auch aus dieser Stadt einmal rauskommen wollten und nicht nur Stadtbesichtigung pressen wollten, haben wir uns entschieden einen Tag ans andere Ufer des Rio de la Plata nach Colonia de Sacramento in Uruguay zu fahren. De Tipp, dass es da schön sein soll, hatte ich ja schon gekommen.
Also hieß es für mich nach dem Besichtigungsprogramm vom ersten Tag noch mal rein in die Subte (hier die U-Bahn) und zum Hafen zum Fährterminal die Tickets kaufen. Zuerst mal das Fährterminal finden, dann 2 Mal falsch und einmal richtig anstellen und schon war ich im Besitzt für Hin- und Rückfahrt nach Uruguay. Danach nur wieder rein in die ca. 50° heiße, volle und mit 100% Luftfeuchtigkeit ausgestattete Subte. Wieder im Hostal war dann auch ich am Ende. Aber wenigstens mit etwas in der Tasche.

Tags drauf hieß es erstmal frühstücken. Ist auch mal was schönes, wenn man dazu mal wieder richtig Gelegenheit hat. Das Frühstück im Hostal ist zwar einfach, aber trotzdem völlig ausreichend. Danach haben wir uns viel vorgenommen. Bei der Stadt war noch zu viel offen.

Zuerst sollte es nach La Boca gehen. Der Weg war wieder endlos lange. Den Stadtplan unterschätzt man total. Aber auch wir kamen dann doch irgendwann an. Zum Glück haben wir den Eingang in das Stadion der Boca Juniors gefunden und konnten uns so das Fußballstadion eines der wohl bekanntesten Teams von Südamerika von innen anschauen. Ist schon ein Hexenkessel, wenn man sich das voller Leute vorstellt. Danach ging es weiter in die typischen Straßen von La Boca. Die Häuser sind dort in ein paar Straßenzügen bunt angemalt. Sieht super nett aus. Dadurch ist es leider unglaublich touristisch geprägt. Und das heißt es ist dort extrem nervig, weil einem dauernd Dienstleitungen aufgedrängt werden, die man eigentlich gar nicht will. „wollen Sie hier essen?“, „Wie wär es mit einem Foto mit Diego Maradona?“, „Ein Foto mit einem Tangotänzer?“. So schön wie es in den Straßen war, nach einer halben Stunden und ein paar Fotos mussten wir genervt den Rückzug antreten. Da der Weg nach La Boca recht weit war, sind wir erstmal zurück ins Hostal um eine Ruhepause einzulegen.
Nach ein, zwei Stunden stand dann der Stadtteil Recoleta auf dem Programm. Er war ganz anders als La Boca. Es gab hier sehr viele Gebäude im französischen Stil in denen sich viele Botschaften eingemietet hatten. Unser Spaziergang durch Recoleta endete bei der Kirche Nuestra Senora del Pilar und dem angeschlossenen, berühmten Friedhof von Recoleta. Der Friedhof mit seinen Mausoleen ist wirklich ein Highlight. Alles war Rang und Namen in Argentinien hatte liegt hier begraben. Eine Hauptattraktion ist nach wie vor das Grab von Evita.
Danach reichte es uns nach gefühlten 10km Fußmarsch durch Buenos Aires, so dass wir mit der Subte zurück zum Hostal führen.
Am Abend waren wir dann noch lecker essen im Barrio San Temlo. Das Fleisch war exzellent.

Nun ist es schon wieder spät und morgen klingelt der Wecker das letzte Mal im Urlaub unbarmherzig früh um 6 Uhr. Um 7 Uhr müssen wir am Fährterminal sein und um 8:40 Uhr geht unsere Fähre über den Rio de la Plata nach Colonia in Uruguay. Die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe. Somit sind wir auf den Tagesausflug gespannt. Am Abend sind wir dann schon wieder zurück in Buenos Aires und haben dann nur noch 2 Nächte und 1,5 Tage in Lateinamerika.

Ischigualasto & Valle de la Luna

Februar 28th, 2011

Wie gesagt, ging es dann zum Abendessen. Man merkt irgendwie, dass wir in keiner echten Touristenstadt unterwegs waren. Nicht nur,  dass es keine Sehenswürdigkeiten gibt, es gibt auch keine Restaurants. Die Straßen sind zwar voller Leute, die sind aber alle mit den Familien zum gemeinsamen Shopping unterwegs. Sonst gibt es nur fast Food. Wo gehen die Einheimischen wohl essen? Irgendwie haben wir dann ein halbwegs gut aussehendes Restaurant gefunden. Außentemperatur 27°, innen im Lokal etwa 16°. Brr. Das Essen bestand dann aus einem völlig durchgegarten Fleisch und einer Soße aus Fertigprodukten. Für Argentinien ein Totalausfall. Danach sind wir ein wenig frustriert ins Bett-

Um 6_15 Uhr klingelte wieder der Wecker. Eine halbe Stunde später saßen wir nach einem Press-Frühstück mit zwei anderen und dem Fahrer im Auto und fuhren 2 Stunden zuerst in das sogenannte Valle de la Luna. Da es viel geregnet hatte, war das Tal deutlich grüner als sonst. Die Formationen waren aber genauso beeindruckend. Mit dem Wetter hatten wir ein großes Glück. Die letzten Wochen sei es hier immer nebelig gewesen. Heute gab es keine Wolke und der Himmel war tief blau. Durch den Park führte uns ein Guide und wir machten an den unterschiedlichsten Landschaftsformen halt Schon toll die Landschaft und zugleich ganz anders als das Valle de la Luna in der Atacama in Chile. Danach führen wir erstmal zum Mittagsessen in ein ganz keines Lokal im Nichts. Die Empanadas waren sehr gut.
Anschließend ging es noch mal 90 Minuten weiter nach Talampaya. Diese Felsschlucht ist eines der großen Highlights in Argentinien. Das spürt man auch am Eintrittspreis. 125 Pesos (25€). Für Argentinier die Hälfte. Möchte mal sehen, was in Deutschland los wäre, wenn wir sagen würden „Für Deutsche 20€, für Ausländer 40“. Irgendwie schon auch teuer, wenn man zu zweit in einem 2 Sterne Hotel 160 Pesos pro Nacht zahlt.
Aber gut. Dann muss es das Geld ja wert sein. Und ehrlich gesagt, es war das Geld  auch wert. Zuerst machten wir bei alten Steinzeichnungen halt. Mittlerweile hat es wohl deutlich über 40°  gehabt. Es war schon sehr anstrengend. Danach ging es direkt hinein in die Schlucht von Talampaya. Zwei ca. 100 Meter hohe rote Feldwände begrenzen ein Flusstal. Die Wände sind total glatt. Danach ging es weiter zu anderen Feldformationen und zum Abschluss zu sonderbaren Felstürmen. Auf dem Weg hat uns der Nationalparkguide versucht zu erklären, dass man mehr auf die Umwelt achten solle und hat unter dem Staunen der Zuhörer erklärt, was man alles aus einer leeren Plastikwasserflasche machen könne. Wirklich nett, diese tapsigen ersten Versuche.
Somit ging es dann auch mit dem Auto und dem Fahrer wieder fast 3 Stunden nach La Rioja zurück. So ein 14 Stunden Tag ist schon ganz schön anstrengend.
So beeindruckend alles auch war, irgendwie habe ich nun aber auch genug von Steinen und Sand.

Am Abend war wieder das leidige Thema Abendessen angesagt. Diesmal haben wir uns vom dem Gedanken was Ordentliches zu finden verabschiedet und sich einfach in ein Cafe, das Pizza anbietet, gegangen. Diese war ganz gut und reichhaltig. Nach dem langen Tagesausflug waren wir mehr als geschafft und sind dann nur über den Umweg über eine Eisdiele (mmmh, dulce-de-leche-Eis, einfach unglaublich gut) ins Bett. Morgen haben wir einen Ruhetag eingeplant. Ausschlafen, in Ruhe frühstücken, Wäsche aus der Wäscherei holen, entspannen und um 18:40 Uhr dann den Nachtbus nach Buenos Aires nehmen.

Das Ende das erste Mal in Sicht

Februar 26th, 2011

Nun sind wir in La Rioja angekommen. Erst habe ich mich über das Regenwetter beschwert und mich gefreut, dass es endlich wärmer wird. Ich mag es ja heiß, aber hie, das ist schon ein wenig viel. Heute mittag, als wir angekommen sind, hatte es auf dem Zentralplatz 37°. Aber wenigstens ist die Luft trocken, der Himmel tief blau und ohne Wolken. Alles in allem bin ich happy. Aber auch über die Klimaanlage im Hotel ist man froh. Am Nachmittag ist das ganze Ort wie tot. Alles hat geschlossen Wir konnten uns nicht mal was zu trinken kaufen. Ab 17 Uhr kehrt wieder Leben ein. Für morgen haben wir noch eine Tour in den Nationalpark Talampaya organisiert. Der Park und die Landschaft soll beeindruckend sein. Aber es heißt dafür wiedermal um 6:15 Uhr aufstehen. Dafür dann aber mit Sicherheit das letzte Mal. Ebenso habe ich die Bus-Tickets für Montag nach Buenos Aires gekauft. Somit schließt sich dann der Kreis. Die letzte lange Nachbusfahrt und dann sind wir an dem Ort des Abflugs. Das Ende dieser Reise ist also in Sicht, auch wenn die Stadt Buenos Aires auf jeden Fall noch einiges bereit hält. Zusammenfassend sind wir bis jetzt aber schon sehr viel rummgekommen und haben wahnsinnig viel gesehen. Mittelmeerklima, Pazifik, verschneite Berge, Vulkane, Wüste, Steppe, Hochgebrige, grüne Landschaften, Bergdschungel und vor allem viele bunte Steine und Berge.

Irgendwie habe ich das Gefühl schon viel länger als 2 Wochen unterwegs zu sein. Dann bin ich mal gespannt, was noch kommt.

Heute Nacht vor einem Jahr war ich in Santiago, als uns das Erdbeben erwischte. Heute abend lade ich meinen Kumpel dafür ein. Ein bisschen nachdenklich stimmt mich die Sache immer noch. So ganz vergessen kann und will ich das Ereigniss nicht. Luftlinie ist Santiago vielleicht nur 350km Weg. Es sind nur die Berge dazwischen.

Anmerkungen zum Straßenverkehr in Argentinien

Februar 26th, 2011

Der Verkehr in Argentinien rechtfertigt einen eigenen Artikel. Man meinte ja, dass man sich nach 3 Monaten Chile ein wenig an die Gegebenheiten in Südamerika gewöhnt hätte. Aber da muss man differenzieren. Zum einen haben die Autos hier teilweise musealen Charakter. Es fahren hier Autos durch die Gegend. Die man bei uns nur als Oldtimer sieht. Der einige Unterschied. Ein Oldtimer wäre gepflegt. Hier fragt man sich, wie das Auto noch zusammenhält. Schäden spielen hier keine Rolle, solange das Auto noch fährt. Und somit ist eine funktionierende Beleuchtung am Auto nicht erforderlich. Es gibt Auto mit nur vorne Beleuchtung, nur Hinten und einmal vorne uns einmal hinten. Auch der Fall nachts ganz ohne Beleuchtung ist keine Seltenheit. Man hat ja immer noch eine Hupe, wenn es eng wird. Eng wird es hier sehr oft. Zum einen, weil zwar fließend aber doch eher aggressiv gefahren wird. Zum anderen haben wir Argentinier die wohl dämlichste Vorfahrtsregel der Welt. An Kreuzungen ohne Ampel und ohne Beschilderung, wobei Ampel und Beschilderung keinerlei Bedeutung haben, hat immer derjenige Vorfahrt, der zuerst an der Kreuzung war. Das erweist sich nicht nur im Schadenfall als schwer nachzuvollziehen, es sorgt auch im Alltag für heikle Situationen. Zum einen muss man mit hohem Tempo an die Kreuzung rannfahren. Man will ja der erste sein Wenn man dann 2 Meter vor der Kreuzung merkt, dass man doch nicht der erste ist, wird scharf in die Bremse gestiegen. Das Auto darf aber nie zum stehen kommen. Man rollt immer weiter in die Kreuzung rein, bis man dem Kreuzungsverkehr den Weg abschneidet. Wenn dieser dann nicht mehr vorbeikommt, muss dieser scharf bremsen uns schon hat man Vorfahrt. ich habe fasziniert einmal 20 Minuten eine Kreuzung beobachtet. Irgendwie funktioniert das system. Wobei ich auch mehrfach die Augen schließen musste. Es war schon super knapp.
ich weiß auch nicht, mit was die Autos hier teilweise fahren. Mache stinken so heftig nach Abgasen, andere ziehen Rauchschaden hinter sich hier, so dass bei uns jeder sofort in die nächste Werkstatt fahren würde.

Die Straßen sind teilweise auch in einem extrem schlechten Zustand. Viele Stra0en sind nur aus Schotter und Erde. Wir wollten eigentlich nach Cachi, das Dorf ist aber ohne Allradfahrzeit seit über einer Wohne nicht mehr zu erreichen. Wenn es regnet, dann verwandeln sich viele Straßen in Seen, wie ich ja oben schon geschrieben habe.

Ebenso gehört es zum guten Ton, dass man bei Überholvorgängen prinzipiell den Kopf ausschalten muss. Frei nach dem Motto: ich kenne die Strecken. An der Stelle kommt nie einer entgegen.
Ganz wichtig ist auch der Punkt, dass ein Motor zum Laufen gebaut wurde. Bei unseren beiden Touren wurde der Motor des Busses während der knapp 2 sündigen Mittagspause nicht abgestellt. Gut, wenn der Liter Super für 80 Cent her geht, lohnt es sich auch nicht g Schlüssel umzudrehen. Erzählt den Argentiniern mal was von einer Start-Stopp-Automatik. Der fasst sich ans Hirn. So wird das nichts mit dem Klimaschutz. Da können wir uns den Arsch aufreißen, aber solche Länder wie Argentinien können wir nicht kompensieren. Kommt auch bei den Argentiniern auch noch der pro Kopf Jahresverbrauch an Rindfleisch mit 75 kg dazu.